CSU will neues Rathaus

„Die Räumlichkeiten sind für eine moderne Gemeindeverwaltung wie Schierling nicht mehr geeignet und das Gebäude ist wahrlich keine Bereicherung für das Ortsbild." Das Rathaus sei "ein Haus der gesamten Bürgerschaft, in dessen Sitzungssaal über die Zukunft des Marktes Schierling auf Dauer nachgedacht und entschieden wird. Unter diesen Gesichtspunkten ist das Rathaus das wichtigste Gebäude der ganzen Gemeinde“, so zitiert die Allgemeine Laberzeitung den Bürgermeister Christian Kiendl.

Oh jeh, das lässt befürchten, dass diese schon fast philosophische Wichtigkeit der Gemeinderatsarbeit und des Rathauses sich in Kosten für dessen Neubau niederschlägt. Denn die in der Überschrift des Artikels über die Klausurtagung der CSU/CWG-Gemeinderäte angekündigte "Sanierung" entpuppt sich unten im Text als Forderung nach einem Rathausneubau. Und weil die CSU über die absolute Mehrheit im Gemeinderat verfügt, kümmert sie sich nicht groß um die Ansicht der anderen Fraktionen. Der Bürgermeister stellt schon kurz nach der Klausurtagung und den gewichtigen Worten schlappe 100.000€ in den Haushalt ein - Planungskosten für den Neubau.Die Gemeinderäte Thomas Froschhammer (Freie Wähler) und Josef Röhrl (SPD) zeigen sich über dieses Vorgehen irritiert, als sie auf der Sitzung des Ausschusses für wirtschaftliche Entwicklung am 14. April ohne vorherige Diskussion vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Die absolute Mehrheit der CSU/CWG-Fraktion macht es möglich, solch wichtige Themen ohne Diskussion zu entscheiden. 

Artikel in der Allgemeinen Laberzeitung vom 11. April 2015:

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CSU/CWG - Klausurtagung