Wenn Marktgemeinderäte Widerworte wagen

Ein Bürgermeister ist gewöhnlich ein gern gesehener Gast auf Vereinsversammlungen. Dass Bürgermeister Christian Kiendl beim Verein für Heimatpflege ein Grußwort an die Versammlung richtet, ist deshalb nicht außergewöhnlich. Die Allgemeine Laberzeitung zitiert in ihrer Ausgabe vom 18. März 2015 den Bürgermeister jedoch mit den Worten, bei der letzten Sitzung der Marktgemeinderäte hätte man erkennen können, dass "die SPD-Fraktion einfach dagegen" sei. Den Zorn des Bürgermeisters hatten sich die beiden SPD-Marktgemeinderäte Josef Röhrl und Madlen Melzer eingefangen, weil sie es gewagt hatten, eine neue Diskussion um das umstrittene Projekt "Nebengebäude zum alten Schulhaus" zu beantragen. Es ging lautstark zu in der Sitzung vom 2. März 2015, weil die CSU-Mehrheit diesen Antrag nicht nur mit ihrer Mehrheit überstimmte, sondern ihrem Ärger auch durch Zwischenrufe Luft machte. Mit Demokratie und Respekt vor Minderheiten hat dies leider nichts zu tun. Dass der Bürgermeister aber in seinem Zorn (oder in bewusster Absicht?) auf einer Vereinsversammlung mit falschen Beschuldigungen über die SPD herzieht, nennt die Marktgemeinderätin Madlen Melzer in ihrem Leserbrief zum Bericht "armselig". Wir meinen, zu Recht! 

PS: auch die Freien Wähler sahen Diskussionsbedarf zum Bau des Nebengebäudes in der jetzigen Form und unterstützten den Antrag der SPD, der mit den Stimmen von CSU und Bürgerliste abgelehnt wurde.   

Wir dokumentieren im folgenden Artikel und Leserbrief:

Allgemeine Laberzeitung vom 24.3.2015: Leserbrief "Irritierende Aussagen" von der Marktgemeinderätin Madlen Melzer

Leserbiref Madlen Melzer in der Allgemeinen Laberzeitung vom 24.3.2015

Allgemeine Laberzeitung vom 18.3.2015: "Verein für Heimatpflege ist ein Imagegewinn" mit Zitaten aus dem Grußwort des Bürgermeisters Christian Kiendl

Versammlung des Vereins für Heimatpflege ist ein „Imagegewinn“