Maisanbau in der Landwirtschaft und seine Folgen
Unter den landwirtschaftlichen Fruchtpflanzen gehört der moderne Maisanbau zu den problematischen Anbauten, da der Mais ja ursprünglich in Südamerika und Mittelamerika beheimatet war.
So benötigt der Mais aufgrund seiner ursprünglich subtropischen Herkunft warme Temperaturen zum Wachsen. Die optimale Wachstumstemperatur liegt hier bei 30°C . Zum Keimen benötigt der Mais mindestens 8°C bis 10 °C und die jungen Pflanzen beginnen ab 15 °C zu wachsen. Dies erklärt auch, warum der Mais erst relativ spät im Laufe des Jahres zu wachsen beginnt und somit der Ackerboden lange Zeit unbedeckt bleibt. Die Folgen sind deshalb für die Ackerflächen die vermehrte Problematik der Bodenerosion und der vermehrte Kampf mit Unkräutern.

Abb. Problematik der Bodenerosion beim Maisanbau
Eine weitere Problematik im Maisanbau ist der hohe Wasserbedarf der Pflanze, v.a. in der Wachstumsphase und der Hauptvegetationsphase von Mai bis Juli/August. So wäre ein tiefgründiger, mittelschwerer, humushaltiger Boden mit der Möglichkeit der Wasseraufnahme ideal. Der Einsatz schwerer landwirtschaftlicher Maschinen führt aber zunehmend zu Bodenverdichtungen, was wiederum negative Folgen auf die Wasseraufnahme des Bodens und der Bodenerosion hat.
Neben den bereits geschilderten Unkräutern, bereiten beim zunehmenden Maisanbau mit der fortschreitenden Entwicklung hin zur Monokultur, Schädlinge und Krankheiten große Probleme der Landwirtschaft.
Die Folge sind hierbei der zunehmende notwendige Einsatz von Herbiziden, Insektiziden und Fungiziden mit Ihren negativen Auswirkungen auf unser Grundwasser.
Ein besonders Risiko ist hierbei der Einsatz von Herbiziden, die toxisch auf Mikroorganismen und Kleinlebewesen wirken , wie dies in früheren Jahren bei Atrazin der Fall war. Dies wurde 1996 EU weit verboten. Der Atrazingehalt kann aber teilweise heute noch im Grundwasser nachgewiesen werden.
Aufgrund der zunehmenden Monokulturen des Maisanbaus bereiten besonders auch die Raupen des Maiszünslers und die Larven der Fritfliege (siehe Bilder ff. Seiten) große Probleme den Landwirten. Diesen Problemen wird in erster Linie mit dem Einsatz von Insektiziden und Fungiziden versucht her zu werden.
Der Mais benötigt zum Wachstum ein bestimmtes Maß an stickstoffreichen Böden. Die kann durch Düngung der Böden erreicht werden. Allerdings ist eine Überdüngung der Böden für das Wachstums des Mais negativ, wie unten stehende Grafik zeigt. Eine Überdüngung führt daher zu einem erhöhten Nitratgehalt im Boden und somit auch in unserem Grundwasser, der wiederum aufgrunde der zunehmenden Bodenerosion verstärkt an unsere Flüsse und Bäche abgegeben werden kann.

Abb. Entwicklung Ernteertrag im Verhältnis zum Düngeraufwand
Die nachfolgende Skizze verdeutlicht das Problem der Ausschwemmung von Nitrat und Phosphat am Hang und damit verbunden eine Anreicherung am Hangfuß

Tierische Schädlinge, Krankheiten und Unkräuter beim Maisanbau
| Maisbeulenbrand |
Maiszünsler |
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| Vogel - Knöterich |
Fritfliege |
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Unkräuter beim Maisanbau
| Schwarzer Nachtschatten |
Weißer Gänsefuß |
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Gelbe Borstenhirse |
Vogelmiere |
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