Sanfter Umgang mit der Natur und Großbiogasanlage schließen sich aus!
Schierling/Eichbühl:
Am vergangenen Mittwoch, 21. Juli 2010, lud die "Bürgerpark eG" zu einer Besichtigung der Muna ein. Bekanntlich hat die "Bürgerpark eG" ein Kaufangebot für das ehemalige MUNA-Gelände abgegeben. Die Zielsetzung für die Nachnutzung des Geländes liegt im Erhalt des Waldgeländes, einem sanften Umgang mit der Natur, der Errichtung eines Erholungsraumes für die gesamte Bevölkerung, bei gleichzeitiger Schaffung von Arbeitsplätzen.
Viele interessierte Bürger haben sich eingefunden, um diese vielleicht letzte Möglichkeit zu nutzen, das MUNA-Glände zu besichtigen, waren sie doch bisher immer wieder am Zaun gescheitert. Stille und unberührte Natur umfing sie schon nach wenigen Schritten, ein idealer Ort für Erholungssuchende. Alle waren sich spontan darüber einig, dass dieses einmalige, idyllische Stück Erde nicht einfach irgendwelchen ausschließlich profitorientierten Geschäftemachern überlassen oder gar dem Verfall preisgegeben werden sollte.
Das Konzept der "Bürgerpark eG" ist einfach, gut durchdacht und leicht durchführbar. Es ist so angelegt, dass für Bürger jeder Altersstufe und Interessenlage, etwas zur Nutzung vorzufinden sein dürfte. Open-Air-Veranstaltungen, Sportevents, Kinder- und Jugendveranstaltungen, Vernissagen und Ausstellungen in einer hervorragenden Kulisse, bis hin zu privaten Feiern, in einem der drei vorhandenen Eurobunkern, würden sich anbieten, um nur einige der denkbaren Verwendungsmöglichkeiten zu nennen. Darüberhinaus ist das Glände für eine vielseitige wirtschaftliche Nutzung geeignet, etwa für Kleingewerbe oder Lagerhaltung.
Gerade wegen der historisch schwierigen Geschichte des Depots, welche in der Vergangenheit vielen Bürgern schlaflose Nächte bereitet hat, stellt dieses Konzept eine wunderbare Möglichkeit dar, eine sinnvolle ökonomische und ökologische Nachnutzung zu ermöglichen, die allen Bevölkerungsteilen zugute kommen soll. Alle Besucher waren sich darin einig, wenn dieses viel versprechende Grundstück – nicht einfach ein Waldstück, sondern ein sich selbst überlassenes ganz natürlich entwickeltes Stück Land - an fremde Investoren verkauft werden sollte, dann hat die Bevölkerung keinerlei Chance mehr, Nutzen aus ihrer MUNA zu ziehen. Die Bürgerinitiative möchte klar stellen, dass nicht alle Kaufinteressenten von vorne herein abzulehnen sind. Konzepten, welche ebenfalls einen sinnvollen Grundgedanken beinhalten und eine Nutzung für die Allgemeinheit vorsehen bzw. ermöglichen, wolle man sich nicht in den Weg stellen.
Die neuerdings wieder zur Debatte stehende Groß-Biogasanlage, die nur rund 500 m vom ehemaligen Depot entfernt entstehen soll, kann von der "Bürgerpark eG" nicht akzeptiert werden. Staub, Lärm, Geruch und ein unerträgliches Verkehrsaufkommen wären eine unvermeidbare Folge vom Betreiben dieser Anlage und somit eine durchweg negative Entwicklung für Schierling und seine Umgebung. Sollte sich die Mehrheit der Gemeinderäte für eine industrielle Groß-Biogasanlage entscheiden, wäre die künftige Nutzung des ehemaligen MUNA-Geländes, im Sinne der "Bürgerpark eG" oder ähnlicher Gruppen, ökologisch und ökonomisch nicht mehr sinnvoll.
BILDER MUNA